Im dritten Teil unserer Serie „Pflege & Wartung“ kümmern wir uns um das Zusatzkastenschloss oder aIm dritten Teil unserer Serie „Pflege & Wartung“ kümmern wir uns um das Zusatzkastenschloss oder auch Kastenriegel genannt. Viele haben es, kaum einer nutzt es, niemand pflegt es. Nach jahrelangem Stillstand wird es meist vor einer weiteren Urlaubsreise „aktiviert„. Natürlich eine clevere Idee, man möchte schließlich nicht ausgeraubt werden während man am Strand liegt. Wir erleben es leider oft anders:

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Kastenriegel an der Innenseite der Tür. Der Riegel bietet einen zweiten Verriegelungspunkt und soll verhindern, dass die Türe aufgebrochen werden kann

Situation 1: Das Zusatzkastenschloss wird abgesperrt, Sie (zu diesem Zeitpunkt richtiger: unsere Kunden) vergessen etwas in der Wohnung, es sperrt jedoch nicht mehr.

Situation 2: Sie verbringen einen wunderschönen Urlaub, kommen nach Hause und Ihr erster Gedanke (wie ich aus Ihren verzweifelten Anrufen weiß): Unser Schloss wurde manipuliert.

Ja, das Schloss wurde manipuliert. Durch jahrelangen Ölentzug und keinerlei mechanische Aktivität. Auch nicht-rostende Metalle oxidieren. Feinmechanik wird dadurch schwergängig. Auch im Schloss vorhandenes altes Öl kann Schmutz binden und so den Betrieb verweigern.

Zusatzkastenschloss und Kastenriegel richtig pflegen

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Ölen Sie den Außenzylinder direkt im Schließkanal. Eine kleine Menge Öl reicht hier vollkommen aus.

Im Wesentlichen besteht das Zusatzkastenschloss aus zwei Komponenten. Dem eigentlichen Riegel oder Kasten und dem Außenzylinder. Die Verbindung erfolgt über ein Metallgestänge. Im weiteren Verlauf werden Sie auf den Fotos erkennen wie die Mechanik funktioniert. Es müssen nun unabhängig voneinander diese beiden Komponenten geölt werden. Der Außenzylinder wird genauso wie das normale Zylinderschloss direkt in den Schließkanal geölt.

Dadurch wird die Leichtgängigkeit des Zylinderschloss sichergestellt. Damit haben Sie die erste Fehlerquelle eines spießenden Kastenriegel ausgeschlossen. Die feinen Stifte im Zylinderkern müssen geölt sein um sich frei in den gefrästen Kanälen bewegen zu können. Sind dort Schmutz oder alte Ölablagerungen vorhanden lässt es sich oft nur sehr schwer sperren.

KASTENRIEGEL ÖLEN – SO ÖFFNEN SIE DEN KASTEN

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Mit diesen beiden Schrauben können Sie den Kastenriegel öffnen.

Direkt am Kasten an der Innenseite sehen Sie zwei Schrauben. Wenn Sie diese entfernen können Sie den Deckel abnehmen und gelangen direkt zur inneren Mechanik.

Das Zusatzkastenschloss kann so auch im inneren geölt werden. Das Fett welches ab Werk die Leichtgängigkeit sicherstellt hält normalerweise viele Jahre. Irgendwann jedoch ist es nötig selbst Hand anzulegen.

Die Schrauben werden mit einem handelsüblichen Kreuzschraubendreher herausgedreht. Im Idealfall sollte diese problemlos möglich sein. Allzu fest müssen Sie diese Schrauben beim Einbau nicht anziehen. Ein satter Halt sollte jedoch garantiert sein. Wie bei allem: Mit Hausverstand und Gefühl arbeiten, dann können Sie nichts falsch machen.

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Befestigungsplatte an der Türe. Hier sehen Sie mittig den Metallstift welcher vom Außenzylinder her kommend die Kastenriegelmechanik sperrt.
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Im Detail der Stift welcher die Mechanik im inneren von außen her mitnimmt bzw. dreht
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Das innere der Mechanik vom Zusatzkastenschloss. Auch hier können einige Tropfen Öl Wunder wirken.

Wenn Sie nicht alles zerlegen möchten

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Es gibt noch eine weitere Variante, wie oben beschrieben, das Zusatzkastenschloss zu ölen. Geben Sie hierzu auf den Riegel direkt etwas Öl und versuchen außerdem Öl in das innere des Gehäuse zu spritzen. Eine nicht ganz so gründliche aber  dennoch effektive Weise, die Langlebigkeit Ihres Schlosses zu erhöhen.

Das wichtigste ist generell überhaupt zu schmieren. Wenn Sie sich jahrelang oder jahrzehntelang keine Gedanken machen, wird sich Verschleiß bemerkbar machen. Metall reibt auf Metall und dementsprechend entsteht Abnützung und natürlich Abrieb. Dieser sammelt sich im Inneren und verstopft durch die Ansammlung im Fett die Mechanik.

FAZIT: ZUSATZKASTENSCHLOSS UND KASTENRIEGEL IMMER WIEDER ÖLEN

Es gibt dazu eine Redensart aus der Zeit, als Autos noch nicht selbstverständlich gut gelaufen sind wie heute. Damals musste der Besitzer noch bei vielen Dingen selbst die Verantwortung übernehmen. Sei es beim Start an sich (kurbeln) Ölkontrolle bei jeder Fahrt und vieles mehr. Heute fährt man von Service zu Service da die Autos derart gut funktionieren dass eine Eigenkontrolle nicht mehr nötig ist. Diese wird uns von vielen Sensoren und Regelsystemen abgenommen.

Wer gut schmiert, fährt gut.

Merken Sie sich den Satz, er hat auch heute in manchen Bereichen noch Bedeutung. Also, viel Spaß beim schmieren und bis zum nächsten mal in unserer Serie: Wartung & Pflege.

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